Tragbar Leichte Funkstation, SE-210; hergestellt von Telefunken Zürich.
Die Tragbar Leichte Funkstation bestand aus vier Traglasten, dem Apparatekasten mit dem Sendeempfänger, dem Batteriekasten mit dem Heizakkumulator, den Anodenbatterien und der Umschaltung für Generatorbetrieb und Akkuladung, der 1942 eingeführten Ergänzungskiste mit Antennenmaterial und Antennen - Anpassgerät und dem Tretgenerator TG85. Um 1943 kam dann ein Netzspeisegerät NG-TL zum Stationsmaterial dazu.
Die tragbare leichte Station „TL“ bestehend aus Sendeempfänger, Batteriekasten, Tretgenerator oder Netzspeisegerät, Ergänzungskiste mit Zubehör und den zusammensteckbaren Antennenmasten ist nur bedingt tragbar.
In der Ergänzungskiste FA zu SE-210 (Fernantenne) ist das Material für eine 18 m Hoch- und eine 54 m Fernantenne untergebracht, drei Erdleitungen werden am Boden ausgelegt und mit Erdpfählen im Boden verankert.
Die TL - Station wird mit dem Antennenanpassgerät Al 3021 entsprechend dem Verkabelungsschema im Deckel der Kiste verbunden. Die Antennenenergie wird mit dem auf dem Deckel des untersten Fach fixierten HF-Speisekabel der Antenne zugeführt.
Da sich bald nach der Einführung der TL-Station gezeigt hatte, dass die Ordonnanz - L-Antenne nur für Bodenwellenverbindungen ausreichte, experimentierten erfahrene Funker schon bald mit improvisierten Antennen für Raumwellenverbindungen. 1942 wurde dann die Ergänzungskiste mit dem Fernantennenmaterial für die die TL-Station eingeführt. Mit dem Einsatz einer 18 m Hochantenne oder einer 54 m Fernantenne konnten mit Nutzung von Raumwellenverbindungen auf der Kurzwelle CW - Verbindungen bis in andere Landesteile realisiert werden.
In der Ergänzungskiste findet ebenfalls Beleuchtungsmaterial Platz. Neben einer Militär - Taschenlampe findet sich eine Kerzen-Laterne, mit der die Funker die Station auch bei Stromausfall bedienen können. Neben vier (!) Packungen Kerzen hat auch eine Grosspackung Zündholzer noch Platz.
Die von Telefunken Berlin entwickelte Station SE469A resp. Stat 1002Bs wird von Telefunken Zürich gebaut; nach Lieferung einer Vorserie von drei Geräten im Jahre 1933 kommen die Seriengeräte ab Mai 1934 zur Truppe.