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SZUS (Such-, Zuweisungs- und Überwachungssystem)
SZUS der Flieger- / Flab-Truppen; hergestellt von Rohde & Schwarz.
Das Such-, Zuweisungs- und Überwachungssystem (SZUS) wurde für die EKF-Aufgaben (elektronische Aufklärung im VHF- und SHF-Bereich) der Flieger- und Flabtruppen eingesetzt.
Von exponierten Standorten aus wurden elektronische Signale von Luft- und Bodenstationen sowie Radarsignale empfangen, durch Peilung der Standort ermittelt und Signalart und falls möglich -inhalt analysiert.
Mit dem SZUS können Bandbereiche im VHF / UHF - Bereich gescannt und interessierende Signale an Analysestellen weitergegeben werden.
Technische Daten
- Suchempfänger (Frequenzscanning): ESP von Rohde & Schwarz
- Dreifachsuper, ZF 265 / 565 / 865 MHz; 35 MHz; 5 MHz
- Frequenzbereich: 10 kHz - 30 MHz; 30 - 100 MHz; 100 - 700 MHz; 700 - 1300 MHz; mit optionalem Tuner II bis 2500 MHz
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- Doppelsuperhet, ZF 199,3 oder 339,3 MHz; 10,7 MHz
- Frequenzbereich: 25 - 1000 MHz; Analoganzeige
- Empfindlichkeit: 1 - 2 μV, Selektivität - 3 dB: 15, 30, 250 kHz, 1 MHz
- Frequenzkontroller EZK: Digitalanzeige 1 kHz
- Panoramasichtgerät EZP
Stromversorgung
- Netzbetrieb: 115 / 125 / 220 / 235 V; 47 - 63 Hz
Dimensionen
Suchempfänger ESP:
- Steuerteil: 492 x 250 x 514 mm, 30.5 kg
- Tuner I (10 kHz - 1300 MHz): 492 x 205 x 514 mm, 25.4 kg
Zubehör
- externe Antennenanlage
- Suchempfangsplatz mit Automatikempfänger ESP
- optional Tuner II zur Bereichserweiterung des ESP bis 2500 MHz
- Steuerpult GB 102 und Prozessor / Rechner mit R&S Software „Radio Monitoring System ESP“, Vergleich mit Frequenzdatenbanken mit bekannten Frequenzen und Zuweisung an Analyseplätze
- ROLM 1602 B Rechner zur Steuerung von ESP Suchempfänger und Datenverteiler
- Normalterminal 1: Hewlett Packard HP 2392 A, zur Eingabe der Grunddaten
- Hewlett Packard HP 85 zur Zuweisung der Bearbeitungsaufträge in den ROLM
- Drucker zur Datenregistrierung, zum Beispiel Kienzle D 30-3
Bedienung
Das automatische „Such- / Zuweise- und Überwachungssystem 85“ wurde von Rohde & Schwarz in den Achzigerjahren entwickelt und bis Ende der Neunzigerjahre wiederholt modernisiert. Es wurde zur Frequenzüberwachung der militärischen und zivilen Flugfunkbereiche von den Flieger- / Flabtruppen eingesetzt.
Das System besteht aus zwei Hauptkomponenten, welche mit Kabeln verbunden sind und lokal nebeneinander wie auch örtlich getrennt betrieben werden können.
Die beiden Anlagen sind technisch sehr ähnlich aufgebaut und arbeiten mit entsprechenden Antennenverteilern auf derselben Antennenanlage.
Suchanlage
- Automatikempfänger ESP 1
- ROLM Rechner 1, 1620 B: multitaskingfähiger 16 Bit-Prozessor mit 64 kB Speicher; eingebaut in EDAK-Kiste
- Datenverteiler GV 021 A2:
- Intelligentes Terminal IT1, Hewlett Packard HP 85 mit Kassettenstation (zwei Spuren, ca. 200 kB), 16 Zeilen zu 32 Zeichen
- Normal Terminal NT1, Hewlett Packard HP 2392 A mit CRT-Monitor 24 Zeilen mit 80 Zeichen
- Drucker TP1: μ 82 A
- Netzverteiler IT 003: mit Hauptschalter & Sicherungen für die gesamte Suchanlage und einen 115 V Transformator für den ROLM-Rechner
- drei Überwachungsempfänger ET-001
Der zu überwachende Frequenzbereich wird dauernd vom Automatikempfänger ESP gescannt und die Aktivitäten werden auf dem Computerterminal IT1 dargestellt, währenddem der Scanner weiterarbeitet, kann der Operator an seinen Überwachungsempfängern die Aussendung mithören, analysieren und ggf. die Frequenz zur weiteren Abklärung der Bearbeitungsanlage übergeben.
Bearbeitungsanlage
- Automatikempfänger ESP 2
- ROLM Rechner 2, 1620 B; eingebaut in EDAK-Kiste
- Datenverteiler GV 021 A2:
- Intelligentes Terminal IT3, Hewlett Packard HP 85
- Normal Terminal NT2, Hewlett Packard HP 2392 A
- Drucker TP2: μ 82 A
- Netzverteiler IT 003: mit Hauptschalter & Sicherungen für die gesamte Bearbeitungsanlage und einen 115 V Transformator für den ROLM-Rechner
- fünfzehn Überwachungsempfänger ET-001, an welche in der Suchanlage auffällig gewordene Frequenzen zur Auswertung übergeben werden können.
- Intelligentes Terminal IT2 zur Bearbeitung und zum Ausdruck von Listen
Der Automatikempfänger der Bearbeitungsanlage scannt lediglich noch die interessierenden Frequenzen durch, die ihm von der Suchanlage mit einer Verbindung zwischen ROLM Rechner 1 und dem ROLM Rechner 2 in der Bearbeitungsanlage übergeben worden sind. Der Operator am Terminal IT3 weist diese Frequenzen einem der fünfzehn Bearbeitungsplätze mit einem Empfänger ET-001 zu, die Aussendungen können dort auf einen Cassettenrecorder ITT auch abgespeichert werden.
dazu zum Gesamtsystem
- Antennenverteiler mit Trennverstärker VE 340 (20 - 470 MHz) und VE 341 (70 - 1000 MHz)
- Fieldworks Laptop zum Einlesen der Programme für die ROLM-Rechner, diese sind auf einer Festplatte gespeichert
- ursprünglich anstelle der Laptop Computer war ein Lochkartensystem im Einsatz
Technisches Prinzip
Automatisches Überwachungssystem mit Bearbeitungs- & Sperrliste, Möglichkeit der Übergabe von auffälligen Frequenzen an Bearbeitungs- und Peilempfänger.
Röhrenbestückung
Die Empfangsanlage SZUS ist abgesehen von den Anzeigeröhren in den Panoramasichtgeräten vollständig halbleiterbestückt.
Entwicklung
Das in der Schweiz als SZUS eingesetzte System wurde in den Achzigerjahren von Rohde und Schwarz als elektronisches Aufklärungssystem für VHF- / UHF-Funksignale entwickelt.
Einsatz
Technische Unterlagen
- SZUS 85 Bedienhandbuch, Rohde & Schwarz, April 1999











