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E-603
Alarmempfänger Autophon E45
Autophon AG, Solothurn

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überarbeitet am 29.3.2013

Einfachsuper, ZF 75 resp. 1600 kHz

Analoganzeige

AM (A3)

100 kHz - 37.5 MHz

Empfindlichkeit

Selektivität -6 dB
3 / 7.6 kHz

Abschwächer, AGC, Crystal Filter
Bedienungsanleitung

Der E-45 wurde von den Fliegerabwehrtruppen als Alarmempfänger eingesetzt. Von einem speziellen Sender ("Sender Emil") ausgestrahlte Tonfolgen dienten dazu, den Empfänger im Standbybetrieb bei Ausstrahlungen von Luftlagemeldungen lautzuschalten.

Die Frontplatte des Empfängers wird von der querverlaufenden Trommelskala zweigeteilt.
Oberhalb des Skalenfensters finden sich ganz links der koaxiale Antennenanschluss und die Anschlüsse für Langdrahtantenne und Erdung, daneben die mechanische Stationsuhr, die bei in den Verkauf gelangten Geräten leider zu oft schon einen anderen Besitzer gefunden hat. Der Schalter Alarmgruppe diente zur Auswahl einer Selektivruf-Gruppe, die entsprechenden Baugruppen wurden nach Umnutzung der Empfänger als normale Abhorchempfänger mit Verzicht auf die Selektivruffunktion im Jahre 1974 ausgebaut. Rechts oben ist der Eingang für das Versorgungsspannungskabel mit den entsprechenden Sicherungen.
Unter der Frequenzskala findet sich links der Drehschalter zur Wahl des Frequenzbereichs, der den Trommeltuner betätigt, die Skala des entsprechenden Bereichs wird im Sichtfenster ablesbar - ganz ähnlich wie bei den Grundig - Satellit - Geräten. Rechts findet sich der Abstimmknopf mit der mechanischen Blockierung der Frequenzabstimmung.
In der untersten Reihe ganz links findet sich der Skalenbeleuchtungsschalter, der Lautstärkeregler und Lautsprecher sind mit dem Netzspeisegerät vereint.

Hochfrequenzmässig arbeitet der Empfänger als Einfachsuper: Nach zwei HF-Verstärkerstufen (D1F, D1F) erfolgt in der Mischstufe (D1F) die Mischung mit dem Oszillatorsignal (D1F) auf die Zwischenfrequenz von 1600 kHz. Nach zwei ZF-Verstärkerstufen (D1F) erfolgt die Demodulation in einer D1F, die NF-Vorstufe (D1F) ist noch im Empfängerkasten integriert und gibt das Audiosignal an die mit zwei DLL21 bestückte Push Pull - Endstufe im Zusatzkasten weiter.
E45: Blockschaltbild

Speisegerät E45 Z
Abgebildet ist die seltenere Variante des Speisegeräts mit dem Lautstärkeregler für lokales Mithören, zusätzlich verfügt das Gerät über einen Fernhörausgang, der Mithören über eine Feldtelephonleitung ermöglicht. Die Variante E45 EZ wurde in Einsatzzentralen verwendet, in der Normalvariante fehlt der zweite Lautstärkeregler.

Ein Dank geht am Daniel Jenni, vom dem ich das Gerät erwerben konnte.

Der Alarmsender "Emil" konnte über Telephonleitungen fernbesprochen und selektive Alarmsignale ausgelöst werden. Senderseitig war das Sendermodulationsgerät S 45 Z eingesetzt. Ausgelöst wurden die Alarmrufe dezentral, mit dem Fernsteuergerät F 45 Z kann der Sender ferngesteuert werden, es war ein Fernbesprechen (A3), Ferntastung (A2), das Auslösen von Alarmsignalen und Steuersignalen zum Zurücksetzen der Selektivrufschaltungen vorgesehen.
Die Fernsteueranlage besteht aus dem eigentlichen Fernsteuergerät F 45 Z (33 kg, 330 x 430 x 325 mm) und dem Speisegerät zur Versorgung mit Netz- und Akkumulatorenstrom (28 kg, 330 x 430 x 325 mm).
Fernsteuergerät F 45 Z

weitere Lektüre:
d: das Fernmeldematerial der Schweizer Armee, 7. Folge, R. J. Ritter
d: Autophon E45 im www.radiomuseum.org

© Martin Bösch 10.6.2007